Erst wenn man eigene Kinder hat, weiß man wie groß die Liebe der Eltern war.

Bubenmamis Blog

Sechs Tage ...

...ist es nun her, sechs Tage das unsere liebe Oma und Uroma das Leben im Hier und Jetzt beenden musste. Sechs Tage und noch immer ist es für mich unbegreiflich dass sie einfach WEG ist.

Sie war 92 Jahre alt und trotzdem noch sehr fit. Sie konnte alleine auf Toilette gehen, essen, telefonieren, klar sie konnte keine Treppen mehr steigen, auf keine Geburtstage mehr kommen, aber trotzdem war sie fit. Geistig baute sie die letzten 3 Wochen immermal ab, es kamen Verwirrtheiten, aber immer nur kurze Momente.

Am Montag also rief mich meine Mutter an, Oma gehts nicht gut, sie weiss nicht ob der Notarzt der gleich kommt sie mit ins Krankenhaus nehmen will, dort wollte meine Oma keinesfalls mehr hin.
Sie war sich unsicher was sie tun soll wenn der Arzt sagt er will Oma mitnehmen.

Da ich das so auch nicht entscheiden konnte fuhr ich hin. Ich nahm meinen Jüngsten mit, die Großen blieben bei meinem Mann, wir bekamen Holz geliefert und daher war es nicht so schlau unser "Baby" Jeremia auch mit hier zu lassen. Unsere Großen Jungs wollten auch mit, ich habe es aber verboten da sie dem Arzt nur im Weg rum stehen würden, Gott sei dank wie sich später herrausstellen sollte.

Als ich bei meiner Mutter ankam stand gerade die Notärztin bei ihr und informierte sie darüber dass sie Oma etwas gespritzt hat und sie nun schaut ob es ihr hilft, sie konnte durchaus verstehen dass wir sie nicht mehr ins Krankenhaus bringen wollten.

Nun gut, erst mal ausziehen und dann wollte ich zu Oma gehen, dazu kam es nicht mehr denn die Ärztin und die Assistenten standen um sie herrum und ich wollte sie mit Jeremia nicht stören, somit blieb ich draußen.

Etwa 5 Minuten später kam die Ärztin wieder raus und sagte an meine Mutter gewand "Ihre Mutter geht jetzt!"

Ich dachte ich höre nicht richtig ??? Wie sie geht jetzt, dachte ich, das kann doch nicht sein dass sie das gesagt hat ?

Aber doch sie wiederholte es, wir sollen uns doch zu ihr setzen. Meine Mama fing sofort an zu weinen, ich versuchte sie zu trösten mit Jeremia auf dem Arm.

Ich rief erstmal meine Schwester und meinen Papa an dass sie kommen müssen.

Danach ging ich zu meiner Oma ins Zimmer, die Ärztin war so toll, sie machte sämtliche Elektroden etc. von ihr ab, stellte 2 Stühle vor sie und gab uns Taschentücher.

Meine Oma hatte Krämpfe, sie bäumte sich immer auf und es ging ihr nicht gut, meine Mutter bat die Ärztin ihr etwas zu spritzen dass dies aufhörte.
Kurz nachdem das Mittel verabreicht wurde entspannte meine Oma, sie sah uns sogar nochmal kurz an, ich hoffe sie nahm war dass wir da waren.

Sie hat Jeremia so sehr geliebt "mein kleiner Schatz!" hat sie immer gesagt, jetzt sass er neben ihr in den letzten Minuten ihres Lebens, es war so schrecklich.

Wir hielten ihre Hände und redeten die ganze Zeit mit ihr, dass sie wusste wir sind bei ihr.

Ihre Atemzüge wurden immer weniger, bis sie keinen mehr nahm. Am 26.01.09 um 16:55 Uhr hörte ihr tapferes Herz für immer auf zu schlagen.

Grausam, so plötzlich und unerwartet war sie tot, einfach so, ohne Vorwarnung.

Meine Schwestern und mein Papa kamen kurz darauf ... alles war wie im Film.

Weiter möchte ich hier nichts mehr schreiben, aber diesen Moment musste ich irgendwie los werden, es ist für mich noch nicht verarbeitet.

Sie ist in einem schönen Alter gestorben, musste bis zum Schluss nicht leiden, sie starb daheim, nicht alleine und trotzdem ... irgendwie haben wir nicht damit gerechnet dass sie so schnell sterben würde. Ich habe immer gesagt sie wird mal 100.

Wie meine Schwester schon in ihrem Blog schrieb, ich werde alles so sehr vemissen, ihre Stimme, ihre Art, wie sie zu unserem Kater immer sagte "Du bist ein ganz ein Schwarzer!"

Vorbei.

Am Dienstag ist Beerdigung, das wird nochmal schwer, aber ich hoffe langsam kommt es in meinem Gehirn an dass sie nie mehr wieder kommt ...

Liebe Oma, ich wünsche Dir da oben alles Liebe, ich bin mir sicher dass Du gut auf uns auf passt und viele Lieben wieder siehst!! Ich werde Jeremia immer viel von Dir erzählen dass er Dich niemals vergisst!

31.1.09 14:33



bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Katrin / Website (1.2.09 12:16)
schön, dass ihr sie begleiten konntet.
und der tot eines geliebten menschen fällt immer schwer, auch wenn sie ihr Leben wirklich gelebt hat, bis zum schluss.
nicht vorher zu leiden, nicht ins heim zu müssen ist doch schon etwas sehr schönes.
deinen/euren schmerz kann ich trotzdem sehr gut nachvollziehen und weine mit euch.
Ich wünsche euch viel Kraft.


sillerbetrachter (9.2.09 21:30)
liebe loretta, auch von uns aufrichtiges beileid und kraft für die anstehenden dinge. das foto ist wunderbar. was seid ihr eine tolle familie!


sandra / Website (20.2.09 22:16)
wunderschönes Bild
schöne Hommage an eure Oma.
Hab Tränen in den Augen....

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